Die Abrüstungskonferenz des Völkerbundes 1932–1934: Die Forderungen des Pazifismus und die Rolle der Schweiz
Historischer Verein des Kantons St.Gallen
Mit der vom Februar 1932 bis Juni 1934 tagenden Genfer Abrüstungskonferenz versuchte der Völkerbund, die militärische Aufrüstung international zu begrenzen. Die mehrfach unterbrochenen Verhandlungen legten die Schwachstellen einer kollektiven Sicherheitsarchitektur offen, zeigten aber auch Chancen einer neuen Friedensordnung auf. Im Oktober 1933 verliess Hitler-Deutschland die Abrüstungskonferenz und trat aus dem Völkerbund aus.
Der nun einsetzende Rüstungs- und Militarisierungsschub zerstörte die Aspirationen einer breit gefächerten Friedensbewegung, die sich der Forderung «Nie wieder Krieg!» verschrieben hatte. Der Vortrag von Prof. em. Dr. Dr. h.c. Jakob Tanner, Historiker, Universität Zürich zeichnet diese Entwicklungen nach und geht auf die ambivalente Rolle der Schweiz in diesem scheiternden Versuch, ein erneutes Wettrüsten zu verhindern, ein.