Veranstaltungen

April 2026

Mittwoch,

Historischer Verein des Kantons St.Gallen

Das Tagebuch des letzten Fürstabts von St.Gallen. Unterwegs mit Pankraz Vorster durch ein Europa in der Zeitenwende um 1800

Der in Neapel geborene Pankraz Vorster war der letzte Fürstabt von St. Gallen. Seine Tagebücher erlauben einen Blick in die Welt eines rastlosen Reisenden, der die Hoffnung auf die Rettung von Land und Kloster nie aufgab. Zwei Jahre nach Pankraz Vorsters Wahl 1796 war mit dem Ende der Alten Eidgenossenschaft und der Besetzung der Ostschweiz durch französische Truppen auch das Schicksal der Fürstabtei besiegelt.

Eine Zukunft des Klosters ohne dessen politische und territoriale Rechte war für ihn ausgeschlossen. Bereits 1798 entschloss er sich angesichts der Bedrohungen durch die Bevölkerung zur Flucht nach Wien. Es folgten Jahre des Reisens durch Europa, bevor sich Pankraz Vorster 1815 ins Kloster Muri zurückzog, wo er 1829 starb.

Dr. Peter Erhart, Sandra Ernst, Anina Steinmann, St.Gallen
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Stiftsarchiv St.Gallen

Eintritt frei.

Samstag,

Kulturkosmonauten

Forum Kulturkosmos 2026 zum «Thema Gemeinschaften» Tag 1 von 2

Einmal jährlich treffen sich im FORUM KULTURKOSMOS Vereinsmitglieder, Teilnehmende, Community und interessierte Externe zu Austausch, Weiterbildung, Vernetzung und Inspiration. Die angebotenen Werkstätten nähern sich aus verschiedenen Perspektiven dem Thema „Gemeinschaften“ und der Frage, was diese ausmacht, wie sie gestärkt und zukunftsfähig aufgestellt werden können.

In einer „human library“ erzählen Menschen aus der diversen Community, wo sie Gemeinschaft erleben, kreative praktische Werkstätten werden von der Montagstrainingsgruppe der Kulturkosmonauten, Grafiker und Videokünstler Raoul Doré sowie Tänzer Lubi Kimpanov angeleitet, und Architekt und DIY-Aktivist Van Bo Le-Mentzel entwirft mit uns die "WG der Zukunft“.

Weitere Informationen und Zeitplan sind hier zu finden.

Eintritt frei. Verbindliche Anmeldung erbeten unter info@kulturkosmonauten.ch

Sonntag,

Kulturkosmonauten

Forum Kulturkosmos 2026 zum «Thema Gemeinschaften» Tag 2 von 2

Einmal jährlich treffen sich im FORUM KULTURKOSMOS Vereinsmitglieder, Teilnehmende, Community und interessierte Externe zu Austausch, Weiterbildung, Vernetzung und Inspiration. Die angebotenen Werkstätten nähern sich aus verschiedenen Perspektiven dem Thema „Gemeinschaften“ und der Frage, was diese ausmacht, wie sie gestärkt und zukunftsfähig aufgestellt werden können.

In einer „human library“ erzählen Menschen aus der diversen Community, wo sie Gemeinschaft erleben, kreative praktische Werkstätten werden von der Montagstrainingsgruppe der Kulturkosmonauten, Grafiker und Videokünstler Raoul Doré sowie Tänzer Lubi Kimpanov angeleitet, und Architekt und DIY-Aktivist Van Bo Le-Mentzel entwirft mit uns die "WG der Zukunft“.

Weitere Informationen und Zeitplan sind hier zu finden.

Eintritt frei. Verbindliche Anmeldung erbeten unter info@kulturkosmonauten.ch

Mittwoch,

Historischer Verein des Kantons St.Gallen

Wir konnten auch anders. Nachhaltigkeit im frühneuzeitlichen St. Gallen

Nachhaltigkeit ist kein ‘nice to have’ sondern Überlebensstrategie. Im Mittelalter war zwar der Begriff nicht geläufig, doch die Menschen wussten ganz genau, dass sie nur mit und nicht gegen die Natur überleben können. Der Vortrag konkretisiert Praktiken der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch, sozial) anhand von Beispielen aus St. Gallen und Umgebung. Wir treffen Guta Landin, die im frühen 15. Jahrhundert als Kapitalgeberin für die Bauern im Umland auftrat. Die Fischer am Bodensee erweiterten in Zeiten knapper Fischbestände kurzerhand die Maschengrößen ihrer Netze, verzichten auf kurzfristige Gewinne zugunsten langfristiger Nutzbarkeit der Ressource See.

Und in den St. Gallener Papiermühlen wurden Lumpen zu Hadernpapier verarbeitet – ein Recyclingprodukt, das über fast zwei Jahrtausende Weltgeschichte schrieb. Die reiche Geschichte St. Gallens liefert das, was man in der Ökonomie ‚proof of concept‘ für nachhaltiges Wirtschaften nennt. Warum eigentlich ist es so schwer, aus der Geschichte zu lernen?

Prof. Dr. Annette Kehnel, Universität Mannheim

Eintritt frei.

Donnerstag,

Literaturhaus St.Gallen

Anja Kampmann: «Die Wut ist ein heller Stern»

Die gefeierte Lyrikerin und Romanautorin erzählt von Hedda, Artistin im »Alkazar« auf der Reeperbahn in den 1930er Jahren. Als die neuen Uniformen erst vereinzelt im Publikum auftauchen, dann immer mehr werden, wird es für die Mädchen im Varieté gefährlich…

Für die neuen Herren sind sie „moralisch verkommen“, die Frauen aus den Bars und Variétés der Hamburger Reeperbahn, von denen viele nichts haben ausser ihrem Körper, den sie verkaufen können. Hedda lebt in diesem Milieu, als 1933 die Nazis an die Macht gelangen, sie hat es zur Tänzerin im „Alkazar“ gebracht und spürt nun, wie ihresgleichen unter Druck gerät. Ihr Geliebter wird erschlagen, Kolleginnen werden abgeholt, ins Heim gebracht, zwangssterilisiert. Doch Hedda gibt sich nicht geschlagen, sondern plant für sich und ihren kleinen Bruder die Flucht.

Anja Kampmann rückt Schicksale ins Licht der Aufmerksamkeit, die bisher kaum beachtet wurden: das Leiden der widerständigen kleinen und armen Leute in der NS-Zeit. „Viele Orte und Figuren sind historisch verbürgt“, sagt die Autorin. Sie erzählt von den Nöten in einem Ton, der die Kritiker begeistert, „Ein Roman wie ein literarischer Seiltanz“, lobt der SWR.

Kampmann erzählt die Geschichte einer weiblichen Selbstbehauptung in der patriarchalen Gesellschaft des Nationalsozialismus. Ein soghaftes Buch, historisch grundiert und dabei brandaktuell.

»Ein grosser Gegenwartsroman, der zu den literarisch herausragenden dieses Jahres gehört.« DeutschlandfunkKultur

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse ab 19 Uhr. Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Veranstaltungen

Mai 2026

Mittwoch,

Historischer Verein des Kantons St.Gallen

Tod auf dem Schafott. Leben und Sterben des Alois Strauss von Mosnang († 1833)

Der 24jährige St. Galler Alois Strauss war einer von rund 300 Menschen, die in der Schweiz des 19. Jahrhunderts zum Tod verurteilt und auf öffentlichem Richtplatz vor grossem Publikum enthauptet wurde. Als Kind armer Heimweber aus dem Toggenburg musste er bereits mit neun Jahren selbst für seinen Unterhalt sorgen. Mit 20 kämpfte er für den niederländischen König. 1832 stieg er im Thurgau in ein Haus ein, um etwas Bargeld und Wertsachen zu stehlen. Dabei wurde er von einem Knecht überrascht, den er im anschliessenden Handgemenge erwürgte. Das Obergericht sprach die Höchststrafe.

PD Dr. Romy Günthart, Universität Zürich

Eintritt frei.

Donnerstag,

Stadtbibliothek St.Gallen, Bibliothek Hauptpost

Diaspora oder neue Heimat – Buchvernissage mit Martin Arnold und Urs Fitze

Das Buch «Diaspora oder neue Heimat – Migration in die Ostschweiz» lädt zur Begegnung mit Menschen ein, die eines eint: Sie haben Migrationshintergrund. So erlebt die Ghanesin die Ostschweiz als gastlich und garstig zugleich. Sie ist eine von 27 Migrantinnen und Migranten, die aus ihrem Leben erzählen. Zudem beleuchten die beiden Autoren die jüngere Geschichte der Migration in die Ostschweiz.

Die jahrzehntelang verfolgte Politik einer Begrenzung der Ausländerzahl kratzte immer wieder an der Menschenwürde. Trotzdem sind weit mehr geblieben als geplant. Das liegt an ihrer Hartnäckigkeit, Kindern, die hier aufgewachsen sind, einer Wirtschaft, die um ihren beruflichen Wert weiss, und nicht selten einem privaten und gesellschaftlichen Umfeld, das die oft garstige Politik mit Gastlichkeit, Freundschaft und Liebe aufwiegt. Das Buch erscheint Anfang Mai im VGS Verlag.

Eintritt frei.

Link Webseite

Veranstaltungen

Vorschau

Aktuell sind keine Veranstaltungen vorhanden.

Der Raum

Mietbedingungen

Sie können diesen Raum
für Literaturveranstaltungen mieten!

Nutzungspriorität
Der Raum für Literatur wird im Sinne einer Literaturförderung gegen Entrichtung einer moderaten Miete für Veranstaltungen mit einem eindeutigen literarischen Bezug (Lesungen, Vorträge, Diskus­sionen, Buch­vor­stellungen, -ausstellungen, etc.) zur Verfügung gestellt.

Mietpreise
Es kommen folgende Preise zur Anwendung:
Für Anlässe: Kommerziell > Fr. 350.– / Kultur > Fr. 180.–
Für interne Sitzungen: 1/2 Tag > Fr. 150.00 / 1 Tag > Fr. 300.00
Der Preis beinhaltet die gesamte Infrastruktur.

Bereitstellung und Einrichtung
Für die Übergabe, Instruktion und Übernahme des Raumes ist die Anwesenheit des Raum-Verwalters erforderlich. Der entsprechende Arbeitsaufwand ist in den Gebühren eingeschlossen. Die Übergabe erfolgt nach Absprache montags bis freitags zwischen 8.30 Uhr und 18.00 Uhr. Der Raum wird in Grundeinrichtung (Konzertbestuhlung, 30 Stühle, zwei Holztische beim Eingang) übergeben.
Nach dem Anlass ist der Raum besenrein und in Grundeinrichtung zu verlassen.
Allfällige zusätzliche Einrichtungsarbeiten vor oder nach dem Anlass oder Reinigungsarbeiten werden nach Aufwand Rechnung gestellt (Fr. 60.– pro Std.).

Catering
Es steht kein Wasser, Kaffee und weitere Verpflegung zur Verfügung, der/die Mieter*in hat selbst dafür zu sorgen. Die Wahl des Caterers ist Sache der Mieter*innen. Der Caterer muss am selben Tag bzw. Abend seine Austattung wieder aus dem Raum entfernen.

Haftung
Die Einhaltung von feuer- und gewerbepolizeilichen Auflagen (maximal 100 Personen) liegt in der Verantwortung der Mieter*innen.
Schäden während der Miete sind vom Mieter umgehend dem Vermieter zu melden.
Fahrlässig verursachte Schäden werden in Rechnung gestellt.
Der Vermieter haftet nicht für Schäden und Diebstähle während der Mietdauer.

Werbung
Werbung für öffentliche Anlässe im Raum für Literatur ist Sache des Mieters.
Die Vermieterin publiziert öffentliche Veranstaltungen auf der Agenda des Raumes für Literatur unter www.hauptpost.ch auf. Weiter werden die öffentlichen Veranstaltungen auf Plakaten im Raum sowie in der Bibliothek Hauptpost beworben. Ebenfalls stehen Flyer mit den Programmen zur Verfügung.
Auf Wunsch werden die Plakate für den Druck durch den Mieter elektronisch zur Verfügung gestellt.

Der Raum

Infrastruktur

Alles für eine gelungene Veranstaltung!

Der Raum verfügt über
– multifunktionale Möbel (Bühnen-, Bar- und Sitzelemente),
– 80 Stühle,
– 2 Tische (provisorisch mit 10 Tischen erweiterbar),
– eine Garderobe,
– einen Kühlschrank (60 l),
– einen Flipchart
– einen Beamer mit Leinwand,
– Lampen und
– Bühnenbeleuchtung
– sowie eine Tonanlage. (2 Handmikrofone und 2 Tischmikrofone)

Informationsblatt Technik als PDF zum Download

Informationsblatt Technik Tonwiedergabe über Computer als PDF zum Download

Die Infrastruktur ist vollständig im Mietpreis inbegriffen.
Ein Barbetrieb ist grundsätzlich möglich, es steht keine weitere Infrastruktur wie z.B. Gläser oder Möglichkeiten zum Abwaschen zur Verfügung.

Der Raum für Literatur lebt von einem spannenden Raumkonzept: Das Publikum wird aufgefordert, Ihre Spuren in Bild und Wort an den Wänden zu hinterlassen. Dazu ragen überall Filzstifte aus den Wänden.

Kontakt

Adresse Raum für Literatur

Der Raum für Literatur befindet sich an der
St.Leonhard-Strasse 40, 9000 St.Gallen
im 3. Stock.
Der Eingang befindet sich auf der Südseite der Hauptpost, gegenüber des Neumarkts.

Informationen zur Barrierefreiheit

Alle Informationen zur Barrierefreiheit sind unter diesem Link zu finden.

Koordination Veranstaltungen & Raumverwaltung

Im Auftrag der Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen ist die Wirkpunkt GmbH für die Terminverwaltung und Öffentlichkeitsarbeit des Raumes besorgt.

Kontaktieren Sie für Veranstaltungen und Mietanfragen:
Wirkpunkt GmbH - Jan Rutishauser
+41 71 222 66 26
rfl@wirkpunkt.ch
www.wirkpunkt.ch